3%-Pauschalabschlag auf Hilfsmittel: Warum individuelle Versorgung gefährdet ist
Aktuelles
21.05.2026
Hilfsmittelversorgung ist keine Massenware
Viele merken erst dann, wie wichtig gute Hilfsmittelversorgung ist, wenn sie selbst darauf angewiesen sind – oder Angehörige Unterstützung brauchen.
Denn hinter einer guten Versorgung steckt weit mehr als nur ein Produkt: persönliche Beratung, individuelle Anpassungen, Nachsorge, Reparaturen und schnelle Hilfe im Alltag. Genau diese persönliche und wohnortnahe Versorgung könnte jetzt unter Druck geraten.
Worum geht es?
Aktuell ist im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz eine pauschale 3%-Kürzung auf Hilfsmittelverträge geplant. Die Petition „Alarmstufe Rot: Individuelle Hilfsmittelversorgung sichern – 3%-Pauschalabschlag streichen“ setzt sich deshalb dafür ein, diesen Abschlag zu verhindern und die individuelle Versorgung zu schützen.
Das Problem dabei: Die geplante Kürzung unterscheidet nicht zwischen einfachen Standardprodukten und individueller, beratungsintensiver Hilfsmittelversorgung mit hohem Dienstleistungs- und Handwerksanteil.
Warum ist das problematisch?
Hilfsmittelversorgung funktioniert nicht nach dem Prinzip „bestellen, liefern, fertig“.
Viele Versorgungen erfordern:
- ausführliche Beratung
- individuelle Anpassungen
- Nachsorge und Kontrolle
- Reparaturen und kurzfristige Hilfe
- persönliche Betreuung vor Ort
Genau diese Leistungen machen den Unterschied für Menschen, die auf Hilfsmittel angewiesen sind.
Eine pauschale Kürzung setzt deshalb genau dort an, wo Zeit, Fachwissen und persönliche Betreuung besonders wichtig sind.
Warum betrifft das auch Patientinnen und Patienten?
Für viele Menschen bedeuten Hilfsmittel:
- mehr Selbstständigkeit
- mehr Mobilität
- mehr Sicherheit im Alltag
- mehr Lebensqualität
Wenn die Versorgung unter wirtschaftlichen Druck gerät, betrifft das am Ende nicht nur Betriebe im Gesundheitswesen – sondern vor allem die Menschen, die auf eine zuverlässige Versorgung angewiesen sind.
Unsere Haltung
Als Sanitätshaus stehen wir für eine individuelle, wohnortnahe und menschliche Versorgung. Wir möchten auch weiterhin genügend Zeit für Beratung, Anpassung und persönliche Betreuung haben – denn genau das macht gute Hilfsmittelversorgung aus.
Wer die individuelle Hilfsmittelversorgung stärken möchte, kann die Petition unterstützen und damit ein Zeichen für Qualität, Versorgungssicherheit und wohnortnahe Betreuung setzen.